Interview mit Monika Nubert (55), Filialleiterin Douglas
„… ein bisschen fetzig sein“
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Wozu raten Sie, wenn ein Kunde ein Geschenk sucht? Gibt es einen Artikel, den Sie jeder Frau wünschen?
Ich würde nie für jede Frau das Gleiche raten. Durch ein paar gezielte Fragen bekomme ich schnell heraus, was zu der jeweiligen Person passt und was ihr Freude macht.

Ein bestimmtes Must-have für alle Fälle gibt es also nicht?
Nein. Es gibt viele Must-haves. Bei mir sind es sogar sehr viele.

Zum Beispiel?
Ein Körperpeeling. Gesichtscreme. Terracotta-Puder. Wimperntusche. Der Umgang damit ist tägliche Routine - wie Zähneputzen. Ohne diese Produkte würde ich mich wie nackt fühlen.

 
Sie sind die neue Leiterin der Douglas-Filiale in den Schloss Arkaden. Wie sind Sie das geworden?

Ich habe vor 21 Jahren im Lager von Douglas angefangen, bin über das Weihnachtsgeschäft in den Verkauf gekommen und habe mich von dort weiter hochgearbeitet, zunächst zur stellvertretenden Fililalleiterin, ein Jahr später dann zur Filialleiterin. Gelernt habe ich Industriekauffrau.

Eine beeindruckende Douglas-Karriere. Was empfehlen Sie jungen Frauen, die in der Kosmetikbranche ihre berufliche Zukunft sehen?
Sie müssen modern sein. Sie müssen ein bisschen fetzig sein. Sie müssen sehr freundlich sein. Sie müssen offen und ehrlich sein. Sie müssen Spaß am Umgang mit Menschen haben.  

Da kommt ganz schön was an Anforderungen zusammen.
Ja, das wichtigste ist der Umgang mit Menschen. Wir sind nah dran an den Menschen – da muss man ein Stück weit Psychologe sein.

Sie kommen von der Schwäbisch Gmünder Douglas-Filiale, die in der Fußgängerzone liegt. War oder ist es eine große Umstellung für Sie nun in einem Einkaufscenter zu arbeiten?
(lacht)… ich bin ein absolutes „Straßenladenkind“. Dass ich hier nicht weiß, was draußen los ist, ist für mich schon eine Umgewöhnung. Manchmal vermisse ich die Sonne, die frische Luft und den Blick auf ein Stück Himmel. Andererseits hat das Shopping-Center auch viel Positives. Die Schloss Arkaden sind ein sehr sauberes und sehr gepflegtes Center. Das Management funktioniert sehr gut. Die Security-Leute sind präsent. Und was mir hier besonders gut gefällt, ist das Miteinander von Mietern, Angestellten und Centermanagement.  

Zu guter Letzt: Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?
(Frau Nubert scheint die Frage zunächst nicht zu verstehen. Nicht arbeiten –  das scheint es bei ihr nicht zu geben. Wieder lacht sie.)
Da gibt es vier Enkelkinder und einen neunzigjährigen Vater, die mich beschäftigen.
Dass ich mal gar nichts tue, das geht nur auf Reisen. Und das genieße ich dann auch.